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Question

The Invisible Self Between Humanity and Law

  • May 27, 2026
  • 8 replies
  • 78 views

Behnam Netan Forozandeh

A person is born somewhere.
But sometimes the place where you were born does not recognize you.
On paper, you may appear to belong to a country, yet in real life you feel that you belong nowhere.

 

And then comes the question:

 

“Where are you from?”

 

For most people, it is an ordinary question.
But for some, it is one of the heaviest questions in life.
Because if you tried to give the real answer, the name of a single country would never be enough.
So sometimes a person simply says the name of a country —
not because they truly feel they belong there,
but because they are tired.
Tired of explaining.
Maybe just wanting, for one brief moment, to feel normal.

 

But after living for so long between two worlds, a person eventually begins to question themselves as well:

 

Is the problem legal?
Or is it human?

 

If it is legal, when will states, international courts, and European institutions finally recognize the existence of these invisible people?
When will theories become reality?

 

And if it is human, when will people understand that a human being is more than a passport?

 

And if a person can truly disappear between two identities, two borders, two worlds, then eventually they begin to question the meaning of their own existence.
Because sometimes statelessness is not only a legal condition;
it is the slow alienation of a person from their own existence.

 

Maybe that is why some people begin searching for hope beyond this life itself.
Maybe one starts wanting to believe in reincarnation —
hoping that in another life they might finally arrive with a clearer identity, a more visible existence.
Because sometimes the only thing left to hold onto is the possibility that one day, somewhere, they may finally belong.

8 replies

Victoria
Statefree Team
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  • Statefree Team
  • June 1, 2026

Dear ​@Behnam Netan Forozandeh ,

I hope you had a wonderful weekend and are doing well.

Thank you so much for sharing your thoughts and experiences on statelessness with us — it truly means a lot. The points you raised are valid and important, and we take them very seriously.

Please know that you are not alone in this. We are fully committed to doing everything we can to improve this situation and will continue to work hard on your behalf.

Best wishes,

Victoria Bukalo & the team,


Behnam Netan Forozandeh

Zuallererst bin ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Empathie gegenüber meinem Text sehr dankbar.

Dennoch kann es den Verlauf einer Sache beeinträchtigen, wenn ein erwachsener Mensch so handelt, als könnte er Dinge verändern, die er selbst nicht verändern kann, oder Hoffnungen weckt, die sich am Ende vielleicht nicht erfüllen.

Was ich damit sagen möchte, ist: Eine Petition an die Menschenrechte oder ein Buch über mein eigenes Leben sind oft wertvoller als die Empathie, die Sie uns entgegenbringen.

Leider scheitern die Bemühungen hier allzu oft an den finanziellen Mitteln. Anstatt junge Menschen wie uns zum Schweigen zu bringen, könnten Sie uns unterstützen. Vielleicht könnte genau das vieles auf dieser Welt verändern.

Ein Ende ist eine Illusion, aber Veränderungen werden kommen. Lassen Sie uns gemeinsam an den Dingen arbeiten, die diese Veränderungen möglich machen.

Ich bitte Sie nicht darum, mich oder Menschen in einer ähnlichen Situation zu verteidigen – sondern uns zu unterstützen.

Vielen Dank.


Victoria
Statefree Team
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  • Statefree Team
  • August 26, 2026

Liebe ​@Behnam Netan Forozandeh,

ich hoffe, dir geht es gut. Vielen Dank für deine Nachricht.

Wir würden uns freuen, wenn du Lust auf ein Gespräch mit uns hättest. Dann könnten wir dir etwas mehr von Statefree und unserer Arbeit erzählen. Wir könnten dann auch gemeinsam schauen, wo du dich vielleicht auch einbringen kannst/möchtest und ob du Lust hast, Teil unserer Statefree Community zu werden. Wenn du Interesse daran hast, melde dich gerne via info@statefree.world.

Wünsche dir einen schönen Tag.

Liebe Grüße,

Victoria Bukalo & das Team


Behnam Netan Forozandeh

Hallo Victoria,

ich verzichte bewusst auf die üblichen Formalitäten und danke Ihnen schlicht für die Rückmeldung.

Mir ist wichtig, von Anfang an eines klarzustellen: Wenn unsere Kommunikation einen realen Beitrag dazu leisten kann, die Situation von staatenlosen Menschen entscheidend voranzubringen, bin ich jederzeit offen für ein Gespräch – und vor allem für konkrete Taten.

Da dieser Austausch hier in einem öffentlichen Forum stattfindet, ist es für alle Mitlesenden von Bedeutung, transparent zu verstehen, worin die konkrete Arbeit dieser Plattform besteht. Der reine Austausch von Leidensgeschichten bringt niemanden weiter. Was es braucht, sind zielgerichtete Handlungen, die echte Probleme lösen.

Bevor ich einer Community beitrete oder mich auf einen Austausch einlasse, muss ich deren fundamentales Ziel kennen: Welche konkreten, messbaren Entwicklungen hat diese Community bisher durchgesetzte Taten hervorgebracht? Wenn es bisher bei bloßen Worten geblieben ist, verliert ein solcher Austausch seinen Sinn.

In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz fast jede theoretische Frage beantworten kann – oft präziser als ein menschliches Gegenüber –, liegt der Wert einer menschlichen Gemeinschaft nicht mehr im bloßen Informations- oder Erfahrungsaustausch. Er liegt einzig und allein in der Fähigkeit zu realer Handlung und struktureller Veränderung.

Die entscheidende Frage lautet daher: Welchen greifbaren Beitrag und welche konkrete Wirkung können Sie durch unseren Austausch erzielen, die über reine Symbolik hinausgehen?

Wenn Ihr Angebot auf einen solchen substanziellen Fortschritt abzielt, bin ich bereit für ein Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen, 
B.N.Forozandeh 


Victoria
Statefree Team
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  • Statefree Team
  • September 8, 2026

Hallo ​@Behnam Netan Forozandeh 

Vielen Dank für deine Rückmeldung und dafür, dass du so offen schreibst.

Wenn du dir erst einmal ein genaueres Bild von unserer Arbeit machen möchtest, findest du auf statefree.world einen guten Überblick darüber, woran wir arbeiten und wie Community- und politische Arbeit bei uns zusammenspielen.

Aktuell entwickeln wir zum Beispiel einen Prototypen für einen Case Assistant. Eine unserer zentralen Forderungen ist außerdem die Einführung eines anerkannten Feststellungsverfahrens für Staatenlosigkeit in Deutschland, an der wir ebenfalls arbeiten.

Wir glauben, dass sich viele deiner Fragen in einem persönlichen Gespräch leichter und auch ausführlicher beantworten lassen als hier im Forum. Wenn du möchtest, würden wir uns deshalb sehr freuen, uns digital mit dir auszutauschen und dir mehr über unsere Arbeit zu erzählen.

Der Termin ist natürlich ganz unverbindlich. Danach kannst du in Ruhe entscheiden, ob und in welcher Form ein weiterer Austausch für dich sinnvoll ist.

Viele Grüße

Victoria & das Statefree Team


Behnam Netan Forozandeh

Hallo Victoria,

Klarheit haben Sie mit Ihrer Antwort keineswegs geschaffen. Im Gegenteil: Sie gehen am eigentlichen Kern des Problems vorbei.

Eine direkte Frage vorweg: Sind Sie oder irgendjemand in Ihrem Team selbst von Staatenlosigkeit betroffen? Wenn man diese Realität nicht am eigenen Leib erlebt, fehlt der entscheidende Blickwinkel auf die täglichen und existenziellen Hürden dieser Menschen.

Grundsätzlich gibt es weltweit Länder, die staatenlose Menschen willkommen heißen und in denen Betroffene innerhalb weniger Jahre eine Identität und Staatsangehörigkeit erlangen. Mir geht es also nicht bloß darum, dass jemand irgendwann im Laufe des Lebens irgendwo eine Identität bekommt. Mein Punkt ist: Dieses Problem dürfte schon ab der Geburt gar nicht erst existieren.

Sie arbeiten hier mit einem völlig falschen Paradigma. Was Sie tun, bringt keine endgültige Lösung, sondern formiert das Problem nur um – es ist reine Reform, Reform, Reform. Aber dieses Problem braucht keine Reformierung oder Symptombekämpfung. Es braucht eine endgültige und absolute Beseitigung.

Ihr „Case Assistant“ mag ein Versuch sein, aber er passt Menschen nur an ein fehlerhaftes System an, anstatt das System an der Wurzel zu packen. Das ist keine Lösung, sondern das Verwalten eines unhaltbaren Zustands.

Mein Ansatz ist ein völlig anderer: Wir sprechen weltweit über fast 5 Millionen staatenlose Menschen. Die Lösung dafür liegt nicht in Apps oder einzelnen Projekten, sondern im internationalen Recht. Es braucht eine konkrete Gesetzesinitiative und Anträge, die dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte so vorgelegt werden, dass sie juristisch und politisch nicht abgelehnt werden können. Wir müssen die Staaten gesetzlich dazu zwingen, diesen Zustand bedingungslos zu beenden.

Wenn Sie bereit sind, Ihre Stimme genau für diesen fundamentalen rechtlichen Schritt auf parlamentarischer Ebene einzusetzen, können wir uns unterhalten.

B.N. Forozandeh


Behnam Netan Forozandeh

Hallo Victoria,

You have by no means created clarity with your answer. On the contrary: you are missing the actual core of the problem.

A direct question first: Are you or is anyone on your team personally affected by statelessness? If one does not experience this reality firsthand, the decisive perspective on the daily and existential hurdles these people face is missing.

In principle, there are countries worldwide that welcome stateless people and where those affected obtain an identity and citizenship within a few years. My point is therefore not merely that someone eventually gets an identity somewhere in the course of their life. My point is: This problem should not even exist from birth in the first place.

You are working here with a completely wrong paradigm. What you are doing does not bring a definitive solution, but merely reformulates the problem – it is pure reform, reform, reform. But this problem does not need reform or symptom management. It needs a definitive and absolute elimination.

Your "Case Assistant" may be an attempt, but it merely adapts people to a flawed system instead of tackling the system at its root. That is not a solution, but the administration of an untenable condition.

My approach is entirely different: We are talking about nearly 5 million stateless people worldwide. The solution for this lies not in apps or individual projects, but in international law. What is needed is a concrete legislative initiative and motions submitted to the European Parliament and the European Court of Human Rights in such a way that they cannot be legally or politically rejected. We must legally force states to unconditionally end this condition.

If you are ready to use your voice precisely for this fundamental legal step at the parliamentary level, we can talk.

B.N. Forozandeh


Behnam Netan Forozandeh

Behforo@icloud.com 

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